Qualitätsmanagementhandbuch

StartseiteAllgemeine InformationenSchularten

Schularten

Die Grund- und Werkrealschule in der Taus Backnang ist eine verbundene Grund- und Werkrealschule (GWRS). Die beiden Schularten sind innerhalb der Schule (im Gegensatz zur Praxis an vielen anderen vergleichbaren Schulen) eng vernetzt. So gelten viele Programme sowohl in der GS als auch in der WRS, Lehrkräfte arbeiten in beiden Schularten, Feste werden meist gemeinsam gefeiert, usw.

 

Die Schularten haben ein gemeinsames Leitbild (Einzelheiten siehe unter „Schulkonzept“) und arbeiten mit der Leitfrage

 

„Was brauchen unsere Kinder?“

 

In beiden Schularten gibt es besondere Ausprägungen:

 

Grundschule (ca. 290 Schüler/innen)

Diese ist überwiegend 3-zügig, die Schülerzahlen sind insgesamt fallend, so dass sich die Tausschule zu einer 2,5-zügigen Grundschule entwickeln wird.

Vom Kindergarten in die Grundschule

Die Tausschule ist in keinem Modellversuch des Kultusministeriums, da sie eine Grundschulförderklasse führt und damit eine Zentralfunktion für die vielen Grundschulen in Backnang und Umgebung hat. Die noch nicht schulfähigen Kinder dieser Schulen würden sonst alleine gelassen werden.

Die Kooperation mit den Kindergärten baut auf einem mit den Kindertageseinrichtungen vereinbarten Konzept auf und erfasst alle Kinder des letzten Kindergartenjahres. Systematische Besuche, verbunden mit Diagnosen und vielfältigen Kooperationsgesprächen, ggf. unter Einbeziehung der Frühförderstellen, von Beratungseinrichtungen und Förder-/Sonderschulen, sind Grundlage für eine intensive Beratung der Eltern und für gute Entscheidungen bezüglich der Einschulung bzw. Lernortklärung.

An der Nahtstelle zwischen Kindergarten und Grundschule ist das Modellprojekt „Starhilfe“ angesiedelt. Es wird in Kooperation mit der Caritas durchgeführt. Eine Sozialarbeiterin (1/2 Stelle) fördert benachteiligte Kinder und unterstützt deren Familien mit dem Ziel, gute Umfeld-, Lern- und Arbeitsstrukturen zu schaffen und ein Bildungspaten-System aufzubauen. Eine weitere Sozialarbeiterin steht innerhalb des „Starthilfe“-Projekts für die Begleitung der Familien in finanziellen Fragen zur Verfügung. Dieses Projekt gibt es seit rund 2 Jahren, es arbeitet außerordentlich erfolgreich.

An die umfangreiche Kooperationsarbeit mit den Kindertageseinrichtungen schließt sich sofort nach der Einschulung eine weitere Diagnosephase mit individuellen Förderentscheidungen an. In diesem Bereich gibt es eine „Intensivkooperation“ mit der Pestalozzischule (Förderschule), deren Kooperationslehrerin wöchentlich einen tag an der Tausschule verbringt und die Schule bei Diagnose, Förderplanung, Förderung und Beratung unterstützt. Diese Intensivkooperation gibt es seit 4 Jahren. Die Zahl der Überweisungen an die Förderschule ist seither spürbar zurückgegangen.

In der Grundschule gibt es eine Grundschulförderklasse für Kinder, die um ein Jahr vom Schulbesuch zurückgestellt sind. In diese Grundschulförderklasse kommen Kinder aus Backnanger Schulen und aus Schulen des Backnanger Umlands (insgesamt ca. 16 Kinder).

 

Die Zeit in der Grundschule

Die GWRS in der Taus führt eine Sprachförderklasse in der Grundschule. Zur Sprachförderung werden dort Kinder mit schwachen deutschen Sprachkenntnissen (auch deutsche Kinder) in einem Kurssystem gefördert. Zur Sprachförderung gibt es auch für Kinder mit Migrationshintergrund Fördergruppen nach dem „Denkendorfer Modell“ (ehrenamtlich). Lesepaten in Klasse 1 und 2 ergänzen die Bemühungen um eine konsequente Sprachförderung der Schule.

Die Schule hat ein Konzept zur Individuellen Förderung. Regelmäßige Lernstandserhebungen und daraus folgende Förderungen auf der Grundlage von Förderplänen bilden ein gutes Gerüst für erfolgreiches und motivierendes Lernen.

 

Besondere Fördermaßnahmen und Arbeitsgemeinschaften in der Grundschule:

         LRS-Kurse von Klasse 1 bis 4

         Mathematik-Förderkurse

         Experimentier-AG

         TeCbox, integriert in den MeNuK-Unterricht (gefördert durch die Bürgerstiftung Backnang)

         „Kondi plus“ (Ausdauertraining Klasse 2)

         Chor

         Theater-AG

 

Werkrealschule (ca. 300 Schüler/innen)

Die WRS wird überwiegend 2-zügig geführt (15 Klassen), dabei sind die Klassen mit durchschnittlich rund 25 Schülern im Vergleich zu anderen Haupt- oder Werkrealschulen relativ groß.

Die WRS ist als Brennpunktschule anerkannt (2002/03). Diese Entscheidung hat die Arbeit der Schule wesentlich beeinflusst:

         Bildung einer Kleinklasse als Kriseninterventionsklasse

         Einführung des gebundenen Ganztagesbetriebs

         Einführung von Schulsozialarbeit

Viele weitere Programme, die nahezu allesamt miteinander verbunden sind, kennzeichnen die umfangreiche pädagogische Arbeit in der WRS.

 

Guter Start in die Werkrealschule (Klasse 5 und 6)

         Seit vielen Jahren werden die neuen Schüler für Klasse 5 analog zum Verfahren für Realschule und Gymnasium durch die Eltern förmlich angemeldet.

         Am Anfang von Klasse 5, in die rund 60% aus anderen Schulen kommen, steht das durch die Wittumschule Urbach (Grund- und Werkrealschule) entwickelte Projekt „Ich bin klasse – Du bist klasse – Wir sind Klasse“. Dieses Projekt (Kooperation mit der Schulsozialarbeit) ergänzt seit 2010 die bisherigen Maßnahmen zur Herausbildung von echten Klassengemeinschaften.

         Sofort danach werden Lernstandserhebungen mit dem Ziel der Erarbeitung von individuellen Förderplänen und der Umsetzung von Fördermaßnahmen durchgeführt.

         Die „Onlinebasierte Lernstandserhebung“ wird in den Klassenstufen 5 und 6 durchgeführt.

         Seit 2010 gibt es für die 5. und 6. Klassen Lesepaten.

         Schüler/innen mit schwachen Deutschkenntnissen können in der Sprachförderklasse (kursartig) beschult werden.

         In Klasse 5 setzt das „Soziale Kompetenztraining (SKT)“ mit 1 Wochenstunde ein.

         Individuelles Training im „Selbstorganisierten Lernen“

         Unterstützungsinstrument: Mathematik- Förderkurs

         Der Medienkurs gemäß Methodencurriculum beginnt ebenfalls am Anfang der Klasse 5.

         Im Wahlpflichtbereich Klasse 5/6 belegen die Schüler/innen interessenbezogen entsprechende Arbeitsgemeinschaften, diese beinhalten auch die

         Mitarbeit im Schulwaldprofil und das

         Sportprofil

         Thementage ergänzen das Angebot der 5. und 6. Klassen.

 

Klassenstufe 7

         Fortschreibung der Förderpläne

         Individuelles Training im „Selbstorganisierten Lernen (SOL)“

         E-Mail-Partnerschaftsprojekt mit der Volksschule Baja/Südungarn (seit 1988)

         Einstieg in die Schülerfirma

         Wahlpflichtangebote

         Kompetenzanalyse Profil AC

         Kompetenzwerkstatt in Kooperation mit dem Berufsbildungswerk Waiblingen (BBW)

         Arbeitsplatzerkundungen

         Berufsbezogene Unterrichtseinheiten

 

Klasse 8, 9 und 10

         Berufsorientierung mit Praxistagen, Betriebspraktika, zusätzlichen Ferienpraktika  (insgesamt rund 32 bis 35  Arbeitstage im Betrieb), Basiskompetenztraining, vertiefendem Unterricht, Trainings, Fachleute aus der beruflichen Praxis und Azubis im Unterricht, Begleitung im Bewerbungsverfahren durch einen JobCoach, Programm BeO (BBW), zusätzlicher Berufsberatung in der Schule, Knigge-Kurs, Berufsorientierungstagen ....

         Sicherung der Basiskompetenzen durch das Programm „Schule und Beruf“

         Vertiefende Förderung für die Anforderungen der mittleren Reife

         Erweiterter Kompetenznachweis in den einzelnen Klassenstufen

         Beschaffung von Materialien und Erstellung von Prozessbeschreibungen, damit Schüler Aufgabenstellungen handlungsorientiert lösen. Beispiel: Bau und Berechnung eines Weidenlabyrinths, Renovierung des Klassenzimmers, Umsetzung aller Variablen in Aufgabenstellungen (Kalkulationen für Arbeitszeit, Materialbedarf, eingesparte Kosten usw.).

         Rätsel der Woche

         Unterstützendes Element: Medienkurs. Ziel: vorgegebene Informationen suchen, verarbeiten und sowohl schriftlich als auch verbal präsentieren (zum Beispiel vom Thema zur Internetrecherche zur Auswahl und Bewertung von Informationen zur verbalen/ schriftlichen Zusammenstellung zur Präsentation;).

         Backnanger LiteraTour: Dies ist eine Literaturwoche, bei der es darum geht, handlungsorientiert mit Büchern umzugehen. Da diese für die 16 Backnanger Schulen Literaturwoche durch den Leiter der Tausschule mitverantwortlich vorbereitet wird, finden an der Tausschule solche und ähnliche Aktivitäten rund ums Buch regelmäßig auch zwischen den Großveranstaltungen statt (Geschichten weiterschreiben, Klappentexte entwerfen, Rezensionen schreiben, Illustrationen.

 

Weitere Schwerpunkte

Sprachförderklasse: In der Sprachförderklasse werden Schüler/ innen der Klassen 5 bis 7 mit dem Ziel der Verbesserung der Sprachfähigkeit beschult. Dabei handelt es sich um Schüler, die keinerlei deutsche Sprachkenntnisse (z.B. wegen Zuzug aus dem Ausland) haben, oder um Schüler, die gravierende Sprachdefizite haben (Migrationshintergrund, aber auch In der Sprachförderklasse werden Schüler/ innen der Klassen 5 bis 7 mit dem Ziel der Verbesserung der Sprachfähigkeit beschult. Dabei handelt es sich um Schüler, die keinerlei deutsche Sprachkenntnisse (z.B. wegen Zuzug aus dem Ausland) haben, oder um Schüler, die gravierende Sprachdefizite haben (Migrationshintergrund, aber auch deutsche Schüler). Dadurch sollen die Leistungsfähigkeit und vor allem die beruflichen Chancen gesteigert werden. Das Programm ist schriftlich fixiert.

Das Sozialcurriculum enthält die Zuordnung einzelner Inhalte sozialer und personaler Kompetenzen zu den einzelnen Klassenstufen. Die Weiterentwicklung obliegt dem Sozialteam der Schule.

Kleinklasse: Klasse für verhaltensschwierige Schüler meist der Klassen 5 bis 7; Ziel: frühzeitige Re-Integration in die Stammklasse; Kooperation mit der Schule für Erziehungshilfe und dem Jugendamt sowie weiteren Partnern Basis für die kontinuierliche und konsequente Arbeit in den Klassen ist das Methodencurriculum, das Arbeitsschwerpunkte den jeweiligen Klassenstufen zuweist. Im Unterricht werden soziale und personale Kompetenzen mit Hilfe folgender Maßnahmen gefördert:

         Projektarbeit mit Präsentationen

         Thementage

         Trainings

         Gruppen-/ Partner-/ Freiarbeit

         Tages-/ Wochenplanarbeit

         Hausaufgabenstunden

         zusätzlich

         Soziales Kompetenztraining

 

Schwerpunkt: Persönlichkeitsentwicklung in den Klassenstufen 5 bis 7.

         Inhalte: Klassengemeinschaft, Konfliktlösungen, Prävention. Kennzeichnend sind z.B. erlebnispädagogische Aktivitäten in den ersten Schulwochen der Klasse 5.  Verantwortlich: Schulsozialarbeit/ Klassenlehrer, Zusammenarbeit auch mit der

         Schüler- Streit- Schlichter- Gruppe / Klassensprecher/innen

         SOL- Stunden ("Selbstorganisiertes Lernen").

         Je nach Bedarf an Unterrichtsstunden (Pflichtbereich) stehen bis zu max. zwei SOLStunden

         je Klasse zur Verfügung. In diesen Stunden können Schüler/ innen ihre Lerndefizite selbständig aufarbeiten.

         Knigge- Kurse

         SMV- Veranstaltungen

         Eigenverantwortliche Planung und Durchführung

 

Schülerfirma „Tausendfüßler“: Sie verkauft die Schulkleidung und verschiedene Schulartikel. Sie entstand in Kooperation mit der Kreissparkasse und dem Kreisjugendring.

 

Schulwald „Plattenwald“: Im diesem Projekt artikuliert sich die Grundphilosophie der Schule bezüglich sozialer und personaler Kompetenzen

 

Schulpartnerschaft mit einer Volksschule in Baja/Südungarn (seit 1988): E-Mail-Partnerschaft in Projektform, Gegenseitige Besuche in jährlichem Wechsel

 

Anerkennung von Leistungen

         Preise und Belobigungen für sehr gute / gute Leistungen

         Ehrungen durch Aushang oder in der Schülervollversammlung

         Sozialpreise

         Zertifizierungen (® Portfolio)

 

Besondere SMV-Aktivitäten

         Schülervollversammlungen (immer vor Ferienabschnitten) mit einem durch die SMV gestalteten Programm, mit Ehrungen, Diskussionen

         Organisation und Durchführung von Sportveranstaltungen / Turnieren

         Organisation und Durchführung von weiteren Veranstaltungen (Lolly-Woche, Disco, „X-Factor“ usw.)

         Klassensprecher/innen sind Teil der Streit-Schlichter-Arbeit

         Mitwirkung in schulischen Arbeitsgruppen

         Fortbildung für Klassensprecher und Streit-Schlichter (u.a. 3-Tages-Wochenende)

         Mitwirkung am Backnanger Streit-Schlichter-Kongress

 

®  Weitere WRS-Schwerpunkte: siehe unter „Schulkonzept“

 

 

 

 

Melden Sie sich bitte mit Ihrem Benutzernamen und Passwort an:

Anmelden